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Karnevalsfreunde 1968 e.V. Neu - Bottenbroich

 
 

 

Schon im alten Bottenbroich, das der Braunkohle zum Opfer fiel, wurde Karneval gefeiert. Aber durch Krieg und die nachfolgende Umsiedlung, wurden nicht nur die nachbarschaftlichen Beziehungen sondern auch die kulturellen Vereinigungen auseinandergerissen. Es gab keinen Saal mehr, in welchem man hätte Feste feiern können. Die Schützen waren die einzigsten, die sich so gerade über Wasser halten konnten, und dann doch schließlich nicht an einer Auflösung herum kamen.

Da war es der “Kegelclub Fried-Jonge”, die ihrem Namen alle Ehre machten und den Mumm aufbrachten, 1962 einen Karnevalsumzug zu machen. Ein Prinz mit Wagen war zur Stelle, Kegelclubs beteiligten sich. “En decke Trumm” und eine Teufelsgeige gaben im Umzug den Takt an. Der erste Prinz war 1962 Franz Schlömer.

Der Prinz des Jahres 1963 hieß Erich Teske. Am Umzug nahm zum ersten Mal das Tambourcorps Oberbolheim teil, das von nun an 17 Jahre lang unseren Umzug musikalisch betreute.

Im Herbst 1963 stand uns die Mehrzweckhalle zur Verfügung und die erste Sitzung, die ein voller Erfolg wurde, ging über die Bühne, die aus Bohlen und Brettern bestand und auf Hohlblocksteinen und Bierkisten aufgebaut war. Den ersten Sitzungspräsidenten holten wir uns aus Frechen. Ab 1964 wurden dann die Karnevalsumzüge besser organisiert und nahmen an Gesamteindruck zu. Die Prinzen der Jahre 1964 - 67 waren Peter Köllen, Bert Schneider, Heinrich Schmitz, der letzte Prinz von Neu-Bottenbroich hieß Hermann Josef Klingele. Immer noch lag die Organisation in den Händen des Kegelklubs, der aber auf die Dauer den Anforderungen nicht gewachsen war. Zumal in diesem Klub nicht alle Mitglieder für die eventuell bei einer Karnevalsveranstaltung auftretenden Defizite grade stehen wollten. Der Klub brach auseinander.

Aber die Karnevalsjecke ließen den Kopf nicht hängen. Mit anderen am Karneval begeisterten Mitbürgern kam es am 8.3.1968 zu einer Gründungsversammlung, einer losen Gemeinschaft, die sich den Namen “Karnevalsfreunde von Neu-Bottenbroich” gaben. So hatte man seit 1968 auch einen Vorstand. Zum Vorsitzenden wurde Adolf Becker gewählt, den Posten des Kassierers übernahm Walter Möltgen, Geschäftsführer wurde Josef Hell und das Amt des Präsidenten übernahm Josef Müngersdorf, der schon seit 1964 die Sitzungen leitete. Weitere Gründungsmitglieder waren: Peter Köllen, Willi Köllen, Arthur Houben, Mathias Bell, Erich Teske, Willi Wirtz, Hermann Berndgen, Franz Schlömer, Bernhard Holz und der Vereinswirt Heinz Schürger.

Bis zum Jahre 1973 ging alles reibungslos über die Bühne, bis kurz vor der geplanten Sitzung der Vereinswirt uns offenbarte, daß er die Bewirtung der Mehrzweckhalle nicht mehr übernehmen könne. Guter Rat war jetzt teuer, aber der Vorstand schaltete schnell. Wir ließen uns ins Vereinsregister der Stadt Kerpen eintragen. Nun konnten wir die Bewirtung der Mehrzweckhalle in eigener Regie übernehmen und die für den 16.11.1973 verpflichteten Kräfte konnten auf der Sitzung auftreten. Dem Vereinsnamen wurde nun das “e.V. 1968” zugefügt.

Das Jahr 1973 war für uns ein Jahr der Entscheidung. Eine Blaskapelle kostete uns beim Karnevalsumzug 600,00 DM, eine Summe, die dem Vorsitzenden Adolf Becker und dem Kassierer Walter Möltgen überhaupt nicht in die Finanzen der K.F. paßte. So ging man ans Werk einen eigenen Spielmannszug zu gründen. Sie fanden im Ort nach Rücksprache mit den Eltern auch Jugendliche, die mitmachen wollten. Eine Finanzhilfe der Karnevalsfreunde und Zuschüsse der ehemaligen Gemeinde Türnich trugen mit dazu bei, das Korps in kürzester Zeit auf die Beine zu stellen. Auch flossen dem Korps 700,00 DM aus der Kasse der aufgelösten Schützengesellschaft zu. Große Hilfestellung gaben dabei die sich zur Verfügung stellenden Lehrmeister Johann Bell, Nikolaus Kühnen und der unvergessene Mathias Porschen vom Tambourcorps “Blau-Wieß” Horrem. Die Finanzhilfe, die die Karnevalsfreunde dem Spielmannszug zur Verfügung stellte war auf fruchtbaren Boden gefallen. Die Leiter setzten alles darn, in den kommenden Jahren dem Spielmannszug ein gutes Image im Erftkreis zu verschaffen, das er bis heute noch verbessert hat.

Mit unserem neuen Literaten, Herrn Burkhard Werth, übernahm ein Mitglied den Posten des Geschäftsführers, der umsichtig die Karnevalssitzungen vorbereitete. Leider übte er diesen Posten wegen anderer Aktivitäten nur bis 1992 aus. Seit 1992 ist unser Geschäftsführer Herr Jürgen Lorenz. Literat wurde Herr Wolfgang Becker, dem es gelang, die Kontakte zu den Spitzenkräften des rheinischen Karnevals weiter auszubauen und Sitzungen zusammenzustellen, die unser Publikum begeisterten und hoffentlich noch lange begeistern werden.

Mit den Eintrittskarten allein können wir die Kosten für eine Sitzung nicht mehr decken, weil unsere Halle zu klein ist.

So ist es gut und wichtig, daß wir die Bewirtschaftung der Halle in eigener Regie durchführen und aus dem überschuß Jahr für Jahr in der Lage sind, die Sitzungen zu finanzieren.

Von den Gründungsmitgliedern sind heute nur noch zwei aktiv. Leider ist Adolf Becker, unser langjähriger Vorsitzender, viel zu früh gestorben. Arthur Houben und Walter Möltgen sind durch ihre Gesundheit nur noch beschränkt einsatzfähig. Sie haben lange Jahre die Geschicke mitbestimmt. Die Geschäfte von Walter Möltgen als Kassierer hat 1997 der Kollege Hermann-Josef Buringa übernommen.

Die Karnevalsfreunde Neu-Bottenbroich werden in Zukunft bestrebt sein, das karnevalistische Brauchtum zu pflegen und wir danken allen Gruppen und Vereinen, die uns immer im Ort dabei unterstützten.

 

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